Guter Mond, du gehst so stille
in den Abendwolken hin,
bist so ruhig, und ich fühle,
daß ich ohne Ruhe bin.
Traurig folgen meine Blicke
deiner stillen, heitern Bahn.
O wie hart ist mein Geschicke,
daß ich dir nicht folgen kann.
Dort in jenem kleinen Tale,
wo die dunklen Bäume stehn,
nah bei jenem Wasserfalle
wirst du eine Hütte sehn.
Geh durch Wälder, Bach und Wiesen,
blicke sanft durch´s Fenster hin,
so erblickest du Elisen,
aller Mädchen Königin.
Mond, du Freund der reinen Triebe,
schleich dich in ihr Kämmerlein,
sage ihr, daß ich sie liebe,
daß sie einzig und allein
mein Vergnügen, meine Freude,
meine Lust, mein alles ist,
daß ich gerne mit ihr leide
wenn ihr Aug´ in Tränen fließt.